Das Repo hatte keine CI. Der Workflow folgt dem Muster, das im
Nachbarprojekt lserver produktiv läuft: Tag v*.*.* baut, lädt die
Bundles als Artefakte hoch und hängt sie an ein Gitea-Release.
Zwei Jobs. Windows läuft auf dem Runner-Label `windows` (VM 131
winbuild) und liefert MSI und NSIS. Linux läuft bewusst NICHT auf
`ubuntu-latest`: auf diesem Runner ist das Label auf
docker://node:22-bookworm gemappt, also einen Container mit Node, aber
ohne Rust und ohne GTK — der Job wäre bei cargo abgebrochen.
Nachgesehen in /var/lib/gitea-runner/.runner. Das Host-Label heißt
linux-amd64 und hat die vollständige Toolchain.
macOS hat keinen Runner; der Weg für lokale .dmg-Builds steht als
Kommentar im Workflow und in docs/tauri-release.md.
AppImage ist ein eigener Schritt mit continue-on-error, weil es laut
Infrastruktur-Doku an linuxdeploy/FUSE scheitert — deb und rpm sollen
davon nicht mitgerissen werden. APPIMAGE_EXTRACT_AND_RUN und NO_STRIP
sind gesetzt, patchelf war auf dem Runner nicht installiert und wurde
nachgezogen.
Vermerkt ist auch die Falle, die lserver einen Tag CI gekostet hat:
sobald .gitea/workflows/ existiert, ignoriert Gitea .github/workflows/
vollständig — ohne roten Lauf, einfach still.
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Zwei Dinge, die einen ausgelieferten Client heute unbrauchbar gemacht
hätten.
Erstens: Seit die öffentliche Instanz Einladungscodes verlangt, bekam
jeder Registrierungsversuch aus dem Client 400 InvalidInviteCode, ohne
dass es ein Feld für einen Code gegeben hätte. auth_register und
create_account nehmen ihn jetzt entgegen, der LoginScreen zeigt das Feld
nur im Registrieren-Modus und leert es beim Moduswechsel — sonst würde
ein getippter Code im ausgeblendeten Feld überleben und beim nächsten
Versuch stillschweigend mitgehen.
Ein leeres Feld wird weggelassen, nicht abgelehnt: ob ein Code nötig
ist, entscheidet der Server (PDS_INVITE_REQUIRED), und eine lokale
Dev-PDS verlangt keinen. "Kein Code angegeben" und "mein Code ist der
Leerstring" sind zwei verschiedene Aussagen; nur die erste ist je wahr.
Deshalb fliegt der Schlüssel per skip_serializing_if ganz aus dem Body.
Der Server unterscheidet bei der Ablehnung bewusst nicht zwischen
fehlend, falsch, gesperrt und verbraucht — sonst wären Codes
enumerierbar. Die Meldung im Client nennt deshalb beide plausiblen
Auswege, statt einen zu raten.
Zweitens: Die Basis-URLs fielen ohne Umgebungsvariable auf
http://127.0.0.1:2583 bzw. :2584 zurück. Ein gebautes Paket hätte also
gegen nichts gesprochen. Beide zeigen jetzt auf
https://tweet.maarcade.com — dieselbe Origin für PDS und AppView, der
Proxy trennt nach Pfadpräfix. Die Variablen überschreiben weiterhin,
damit Entwicklung gegen localhost möglich bleibt; eine leer gesetzte
Variable gilt dabei als ungesetzt, weil eine leere Basis-URL sonst als
kryptischer Relative-URL-Fehler weit weg von der Ursache auftaucht.
Der Settings-View spiegelte dieselben alten Defaults und hätte falsche
Backends angezeigt — mitgezogen.
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Die Instanz soll öffentlich erreichbar werden. createAccount hatte bis
jetzt keinerlei Schranke: kein Code, kein Rate-Limit, describeServer
meldete invite_code_required hartkodiert false. Jeder hätte beliebig viele
Konten anlegen können, jedes mit eigenem Repo, Blöcken und
Firehose-Events.
Zwei Tabellen: invite_codes trägt Zähler und Sperre, invite_code_uses
protokolliert, welcher DID welchen Code eingelöst hat — ein Code kann
mehrere Konten wert sein, also ist "wer hat ihn benutzt" eine Menge. Die
DID hat bewusst keinen Fremdschlüssel: das Protokoll soll das Konto
überleben.
Der Kern ist das Einlösen ohne Rennen. Geprüft wird nicht vorher, sondern
im Schreiben selbst:
UPDATE invite_codes SET used_count = used_count + 1
WHERE code = $1 AND NOT disabled AND used_count < max_uses
RETURNING used_count, max_uses
Der Verlierer zweier gleichzeitiger Registrierungen blockiert auf der
Zeilensperre, liest danach die committete Zeile neu, wertet die
WHERE-Klausel erneut aus, trifft nichts und bekommt 400. Ein
Lesen-dann-Schreiben hätte beide durchgelassen — ich habe genau das
probeweise eingebaut, woraufhin die Nebenläufigkeitstests umfielen
("a one-use code let 5 concurrent registrations through").
Das Einlösen ist die erste Anweisung in der bestehenden Transaktion von
create_account: die Zeilensperre hält über die Konto-Inserts, und ein
Rollback gibt den Code wieder frei. Wer ein Handle-Rennen verliert,
verliert nicht auch noch seine Einladung.
Alle Fehlerfälle — fehlend, leer, unbekannt, gesperrt, aufgebraucht —
liefern dieselbe Meldung, damit der unauthentifizierte Endpoint kein
Orakel zum Abtasten des Code-Raums wird.
Codes erzeugt das Binary selbst, statt dafür einen Endpoint zu öffnen:
`pds-server invite create --count 5 --uses 1`, dazu list und disable.
PDS_INVITE_REQUIRED steht auf false per Default — sonst brechen die
Integrationstests und jede Dev-Instanz. Der Server warnt beim Start
deutlich, solange es aus ist, und describeServer meldet jetzt den
tatsächlichen Wert.
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Der Consumer verband sich auf die nackte URL und schickte danach
`{"type":"options","wantedCollections":[…]}` als Textframe. Jetstream
ignoriert das, und zwar stillschweigend: Filter sind Query-Parameter, und
der einzige nachrichtenbasierte Weg (`options_update`) verlangt, dass die
Verbindung mit `requireHello=true` geöffnet wurde.
Jede Instanz, die glaubte, sechs Collections zu abonnieren, hat also den
kompletten öffentlichen Firehose gezogen. Gemessen gegen
jetstream1.us-east: 3119 Events in 8 s ungefiltert, 520 für eine einzelne
Collection, 12 für die beiden, die dieses Projekt wirklich braucht.
Konkrete Folgen: die Dev-Datenbank ist unbemerkt auf 3,3 Mio. Posts
gewachsen, und auf der Produktionsinstanz musste die AppView abgeschaltet
und aus dem Autostart genommen werden, weil sie die Platte vollzuschreiben
drohte — dort stand `JETSTREAM_COLLECTIONS=app.twi.post` korrekt in der
.env und wurde einfach nicht beachtet.
Was der Fix NICHT löst, und das steht auch so im Code: die Collections, die
ein Bluesky-artiges Produkt normalerweise will (post/like/repost/follow),
sind ~97 % des Volumens. Richtig zu filtern ist notwendig, nicht
hinreichend.
Nebenbei: upload_blob_rejects_oversized fiel etwa jeden dritten Lauf um. Der
Server bricht die Verbindung ab, sobald das Body-Limit reißt, also sieht der
Client je nach Timing die 413 oder einen Reset beim Schreiben. Beides
beweist, dass der Upload abgelehnt wurde; der Test akzeptiert jetzt beides.
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architecture.md zeigt den subscribeRepos-Pfad im Diagramm (er stand zuerst
irrtümlich am Pfeil zum externen Relay) und erklärt, warum es Push *und*
Firehose gibt: der eine ist schnell, der andere verlässlich. Dazu, wo die
Spec-Treue endet — die Frame-Hülle ist konform, die Blöcke darin nicht.
deployment.md bekommt einen Firehose-Abschnitt: Transaktionsgarantie, warum
die seq lückenfrei ist und was der globale Advisory-Lock an Durchsatz
kostet, Cursor-Semantik, WebSocket-Upgrade im Proxy, und die fehlende
Retention für firehose_events.
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Der Client legt Follows über createRecord mit app.bsky.graph.follow an. Das
Lexicon war in der PDS aber nicht registriert, und createRecord validiert
per Default — jede Anfrage kam mit
400 lex validation failed: unknown lexicon: app.bsky.graph.follow
zurück. Der Follow-Button kann also nie funktioniert haben, auch wenn der
Commit, der ihn eingeführt hat, "end-to-end follow / unfollow" heißt. Beim
Gegenprüfen des Firehose-Pfads aufgefallen: der Testaufbau scheiterte schon
am Anlegen des Follows.
Das Lexicon ist jetzt da (subject als DID-String, nicht als strongRef —
genau das, was der Client schickt und was follow_subject_did in der AppView
liest) und registriert. Live geprüft: anlegen, in der AppView indiziert,
löschen, Zeile weg.
Dazu ein zweiter Grund, warum das nie auffiel: create_record_with nahm einen
Parameter `_validate` entgegen und verwarf ihn. Der eine Aufrufer, der
`false` übergab, bekam trotzdem Validierung. Der Parameter wird jetzt
tatsächlich mitgeschickt; der Repost-Pfad steht auf `true`, weil genau das
bisher schon passiert ist und funktioniert.
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Ein Delete-Event trägt nur did + rkey, keinen Record-Body. `follows` hatte
aber nur (follower_did, subject_did) und speicherte den rkey nicht — es gab
also keinen Weg vom rkey zum subject_did, und der Indexer hat solche Ops
geloggt und übersprungen. Unfollows hingen damit allein am Best-Effort-Push,
genau der Abhängigkeit, die der Firehose beseitigen soll.
Migration 0011 ergänzt die rkey-Spalte plus einen partiellen Index für den
Lookup. Der Primärschlüssel bleibt (follower_did, subject_did), damit die
Upserts über Push, Firehose und Replay hinweg idempotent bleiben; ein rkey im
Schlüssel würde aus einem Re-Follow eine zweite Zeile machen und die
Follower-Zahl verdoppeln. Der Index ist bewusst nicht unique: sonst würde
ausgerechnet der Fall, für den das hier existiert — verlorener Delete, dann
ein neuer Create — zu einem abgebrochenen Write.
delete_follow_by_rkey löst und löscht in einem Statement (RETURNING), also
ohne Rennen zwischen Auflösen und Löschen. Findet es nichts — alte Zeile ohne
rkey, schon gelöscht, veralteter rkey — ist das kein Fehler. Der Push-Pfad
über subject_did bleibt unverändert.
Likes und Reposts haben die Lücke nicht: dort ist der rkey Teil der
Zeilenidentität.
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Gegenstück zum subscribeRepos-Endpoint: WebSocket-Consumer mit
persistiertem seq-Cursor, Reconnect-Backoff und Behandlung von
#info/OutdatedCursor.
Eigene Cursor-Tabelle statt einer Zeile in jetstream_cursor: dort steht ein
time_us in der Größenordnung 1.7e15, die seq ist ein kleiner Zähler ab 1.
Geteilt hätte GREATEST den PDS-Cursor sofort in eine Zukunft geschoben, die
die PDS nie erreicht.
Kein neuer Indexer-Pfad — jede Op wird in die Single-Op-Form übersetzt, die
apply_commit schon vom Jetstream kennt. Push und Firehose liefern denselben
Commit doppelt; das ist unkritisch, weil die Schreibpfade Upserts sind und
der Dedupe-Index der Notifications den Rest abfängt. Mit einem Test
festgehalten statt vorausgesetzt.
Der CAR-Reader ist neu (es gab nur einen Writer, und der liegt in einem
Binary-Crate ohne lib-Target). Der CBOR-Reader arbeitet mit explizitem
Offset, weil ein Frame zwei hintereinander geschriebene Werte sind, und
akzeptiert CID-Links in beiden Schreibweisen — die Blöcke tragen Strings.
/healthz meldet beide Ströme getrennt; sie fallen unabhängig voneinander
aus.
Verifiziert mit totem Push-Ziel: der Post kam trotzdem an.
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Ein DAG-CBOR-Link ist tag(42) um einen Bytestring aus `0x00 || <CID>`. Der
CAR-Header taggte bisher die nackte CID ohne das 0x00 — keine
spec-konforme CAR-Bibliothek kann dem folgen: sie liest das erste Byte als
CID-Version und gibt auf. Betroffen war jede Antwort von getRepo,
getBlocks und getRecord.
Der Header ist nicht content-adressiert — nichts hasht ihn, keine CID hängt
an seinen Bytes. Die Korrektur ändert also ausschließlich, was über die
Leitung geht, und keinen einzigen Identifier. Deshalb ist sie hier gemacht
und nicht auf eine große Migration vertagt.
decode_header akzeptiert weiterhin beide Schreibweisen, damit ein
gespeicherter Repo-Export aus einem älteren Build lesbar bleibt. Das ist
eindeutig und kein Raten: eine echte CID beginnt nie mit 0x00, da steht das
Versions-Varint und Version 0 gibt es nicht.
Nebenbei: sync_list_repos_keyset_pagination lief von ganz vorn durch die
repos-Tabelle (inzwischen 4900 Zeilen) und riss bei zwei Zeilen pro Seite
den eigenen Iterationsdeckel — rot wegen Tabellengröße, nicht wegen
Paginierung. Der Test prüft jetzt die Invarianten, um die es geht:
Erreichbarkeit jedes DIDs über einen unmittelbar davor gesetzten Cursor,
streng aufsteigende Reihenfolge, keine Dubletten, und der zurückgegebene
Cursor ist der letzte DID der Seite.
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Bisher erreichten eigene Records die AppView nur über den Best-Effort-Push
/internal/ingest-commit. Ging der verloren (AppView kurz weg, Netzwerk-
fehler), war der Post dauerhaft weg: der öffentliche Jetstream kennt diese
PDS nicht, es gab also keinen zweiten Weg.
Jeder Commit schreibt sein Event in derselben Transaktion nach
firehose_events. Damit kann es keinen Commit ohne Event geben — und keine
Sequenz ohne Commit.
Die seq muss lückenfrei sein, sonst ist sie als Cursor wertlos: BIGSERIAL
vergibt Nummern bei INSERT, nicht bei COMMIT, also können zwei Schreiber 5
und 6 ziehen und in umgekehrter Reihenfolge sichtbar werden — ein Leser
dazwischen sieht 6, merkt sich das und erfährt von 5 nie. Ein globaler
pg_advisory_xact_lock unmittelbar vor dem INSERT erzwingt Commit-Reihenfolge
== seq-Reihenfolge. Er wird nach dem per-Repo-FOR-UPDATE genommen, überall in
derselben Reihenfolge, also ohne Deadlock-Risiko. Preis: das Ende jeder
schreibenden Transaktion ist global serialisiert; das steht im Modulkopf.
Der WebSocket-Handler abonniert den Broadcast, *bevor* er die Datenbank
liest, und filtert Live-Events auf seq > Wasserstand. Aus einem Rennen wird
so eine Dublette, die sich filtern lässt, statt einer Lücke, die es nicht
gibt. Ein zu langsamer Consumer bekommt #info/OutdatedCursor und fällt auf
den DB-Replay zurück, statt getrennt zu werden — die Events sind durabel,
also ist der Rückfall verlustfrei.
Frame-Hülle ist konformes DAG-CBOR mit Tag-42-Links (neues Modul dag_cbor,
aus car.rs herausgezogen statt dupliziert). Die Blöcke darin behalten die
Konvention dieses Repos: CIDs als Strings. Ein fremder Consumer liest die
Frames, scheitert aber an den Blockinhalten — das zu ändern hieße, jede CID
im System zu ändern, inklusive der did:plc-Ableitung. Steht so im Modulkopf.
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`verify_jwt` setzt `validate_aud = false` — es kann den Aufrufer nicht
kennen. Also blieb `aud` bisher ungeprüft, obwohl die PDS es setzt.
Was die Prüfung bringt: die PDS signiert Tokens für *ihre* AppView.
Ohne Audience-Check wäre ein Token, das an einen anderen Dienst mit
derselben PDS-Vertrauensbeziehung geht, hier wiederverwendbar — und
umgekehrt. Es ist der Unterschied zwischen "die PDS bürgt für diesen
Nutzer" und "die PDS bürgt für diesen Nutzer *im Gespräch mit uns*".
Dafür musste der Wert erst einmal etwas sein, das beide Seiten
berechnen können: die PDS setzte ihn hart auf
did:web:appview.maarcadetweet.local. Jetzt leiten ihn beide über
AppConfig::appview_did() aus APPVIEW_PUBLIC_URL ab — dieselbe
did:web-Regel wie schon für pds_did().
Ein Mismatch ist TokenInvalid, nicht Forbidden: das ist der Code, auf
den der Client seine Token-Erneuerung stützt. Eine Instanz, die ihre
APPVIEW_PUBLIC_URL ändert, heilt sich damit beim nächsten Refresh
selbst, statt jeden angemeldeten Nutzer auszusperren.
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deployment.md bekommt einen eigenen Abschnitt zur Authentifizierung
(Schlüsselweg, geschützte Endpoints, Fehlercodes, der Schalter für
VPN-Instanzen) und eine CORS-Beschreibung, die die Allowlist statt des
alten Wildcards erklärt — inklusive der Tauri-Origins, die sonst am
Preflight scheitern.
Im README steht jetzt der Hinweis, der diese Runde am meisten gekostet
hat: ohne DATABASE_URL_APPVIEW in der Umgebung überspringen sich die
DB-Tests selbst und `cargo test --workspace` meldet grün, ohne sie
ausgeführt zu haben.
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Die vier viewer-bezogenen AppView-Aufrufe (Timeline, Notifications,
Count, Seen) senden jetzt das Access-JWT. Ohne Session gibt es einen
sprechenden Fehler statt eines leeren Bearer-Headers.
Dabei kam heraus, dass die automatische Token-Erneuerung noch nie
funktioniert hat: isTokenInvalid() stieg mit `typeof e !== "object"`
sofort aus, aber Tauri lehnt bei Commands mit Result<T, String> mit
einem blanken String ab — der Zweig war seit seiner Einführung tot.
Belegt per Mutationstest: mit der alten Zeile fallen acht der neuen
Tests um. Die Prüfung liest den Fehlertext jetzt über einen Helfer,
der Strings und Objekte behandelt.
Dazu: der Badge-Poll bricht ab, wenn die Erneuerung endgültig
scheitert, statt weiter gegen einen 401 zu laufen. 503 AuthUnavailable
gilt dabei bewusst nicht als Auth-Fehler — die PDS kann kurz weg sein,
der Poll soll das überdauern.
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Mit gesetztem DATABASE_URL_APPVIEW liefen diese Tests zum ersten Mal
überhaupt (ohne die Variable überspringen sie sich still) — und fielen
um. Zwei Ursachen:
1. Sechs Integrationstests hingen wie zuvor die Unit-Tests am globalen
run_once()-Batch. select_candidates/resolve_batch sind dafür jetzt
pub, damit auch die Integrationstests ihren eigenen DID durchreichen
können statt zu hoffen, dass er es in den Batch schafft.
2. Die Dispatch-Tests für did:web und did:plc verdrahteten den fremden
Stub als pds_resolver — also eine lokale PDS, die behauptet, eine
fremde DID zu kennen. Die Moduldoku sagt ausdrücklich, dass die PDS
vor der Methodenverzweigung befragt wird, damit ein did:key-Nutzer
der eigenen PDS ohne Umweg über plc.directory auflöst. Die Fixtures
haben also gegen die dokumentierte Regel getestet statt gegen die
Verzweigung, um die es ihnen ging. Jetzt kennt die PDS-Stub die DID
nicht, wie es der Realität entspricht.
Neu: pds_resolves_did_key_before_method_dispatch pinnt die PDS-zuerst-
Regel selbst — dasselbe DID-Verfahren, umgekehrtes Ergebnis, und der
Unterschied ist allein, ob die PDS den Nutzer hostet.
sync_skips_already_resolved prüft weiter über select_candidates: dass
ein DID mit Handle gar nicht erst bei einem Resolver landet, ist der
Punkt des Tests.
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Gemessen gegen die Dev-Instanz (3,3 Mio. Posts):
* GET /api/profile/<handle> 9,5 s → 0,04 s
* Cold-Start-Timeline 7,4 s → 0,006 s
* Timeline mit 2300 Follows 28 s → 0,02 s
Drei unabhängige Ursachen, alle drei ein Seq-Scan über die posts-Tabelle:
1. resolve_profile sucht die DID über profiles.LOWER(handle) und, als
Fallback, über posts.handle. Für beides gab es keinen Index. Auf
profiles hatte Migration 0007 genau diesen Index entfernt, mit der
Begründung, jeder Aufrufer leite ohnehin zuerst eine DID ab — das
stimmt nicht mehr, seit resolve_profile den profiles-Cache zuerst
befragt.
2. Der Cold-Start-Feed filtert `collection IN (…)` und sortiert nach
indexed_at. Der vorhandene (collection, indexed_at, uri)-Index taugt
dafür nicht: mit zwei führenden Werten liefert er keine
indexed_at-Ordnung mehr. Ein partieller Index über genau das
Prädikat schiebt den Filter in die Definition und lässt
(indexed_at DESC, uri DESC) als Sortierschlüssel übrig.
3. Genau dieser neue Index wurde dann zur Falle für den Graph-Zweig:
der Planer sah einen Index, der schon in indexed_at-Ordnung liefert,
und nahm an, er treffe früh genug auf n passende Zeilen — bei dünn
besetzten Followees hieß "früh" 2,87 Mio. verworfene Zeilen. Je nach
Anzahl bisheriger Ausführungen des Prepared Statements kippte er
zwischen diesem und dem guten Plan, was intermittierend aussah.
Der Graph-Zweig formuliert die Absicht jetzt aus: pro Followee die
neuesten Posts über ein LATERAL, dann mergen. Damit ist der globale
Scan kein wählbarer Plan mehr, und jede Iteration ist ein begrenzter
Range-Scan auf posts_did_indexed_at_uri_idx. Korrekt ist das, weil die
globalen Top-N immer eine Teilmenge der Vereinigung der Top-N je
Followee sind — deshalb wird pro Followee limit+1 geholt.
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Die AppView hatte keinerlei Authentifizierung: jeder konnte
/api/notifications?did=<beliebig> lesen und per /seen als gelesen
markieren. Mit Phase 8 sind das die ersten privaten Daten im System.
Das Access-JWT der PDS trug von Anfang an sub, scope
"com.atproto.access" und aud "did:web:appview…" — es war für die
AppView ausgestellt, nur hat sie es nie geprüft. Neu ist deshalb vor
allem die Schlüsselbeschaffung: auth.rs holt das DID-Dokument der PDS
(PDS_INTERNAL_URL, sonst PDS_PUBLIC_URL), cached den Schlüssel und lädt
ihn bei einem Verifikationsfehler nach — höchstens einmal pro Minute,
damit Müll-Tokens kein Werkzeug werden, die PDS zu fluten. Ein
Schlüsselwechsel braucht damit keinen Neustart.
Ist die PDS beim Start weg, warnt die AppView nur und startet trotzdem
(sie indiziert den Firehose, der von der lokalen PDS unabhängig ist).
Ist der Schlüssel beim Prüfen eines Tokens nicht zu beschaffen, gibt es
503 — fail closed.
Geschützt: /api/timeline/home und die drei Notification-Endpoints, jeweils
mit sub == did. Öffentlich bleiben Profile, Suche, Posts, Threads und die
Follower-Listen; das sind in AT Proto öffentliche Records.
401 AuthMissing / 401 TokenInvalid / 403 Forbidden / 503 AuthUnavailable.
TokenInvalid ist ein Vertrag mit dem Client: daran erkennt er, dass er
sein Token erneuern und einmal wiederholen muss.
Dazu CORS: statt Any für alles jetzt eine Allowlist über
APPVIEW_CORS_ORIGINS (unset = altes Verhalten plus Warnung), und
/internal/ingest-commit liegt außerhalb der CORS-Schicht — die Route
wird server-zu-server aufgerufen, ein Allow-Origin darauf würde nur
einer Webseite helfen, in den Index zu schreiben.
APPVIEW_AUTH_REQUIRED=false stellt das alte Verhalten her (VPN-Instanz,
fail-open-Tests) und warnt beim Start in Großbuchstaben.
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Die AppView soll die Access-Tokens der PDS prüfen können, ohne dass
PDS_JWT_SECRET den PDS-Prozess verlässt. Verifiziert wird ES256 mit dem
*öffentlichen* Teil des P-256-Schlüssels — den veröffentlicht die PDS
jetzt als verificationMethod (Multikey) in ihrem DID-Dokument.
Damit fällt auch die hartkodierte Service-DID: describeServer gab stur
did:web:pds.maarcadetweet.local zurück, unabhängig von PDS_PUBLIC_URL.
Beide Endpoints leiten sie jetzt aus einer Quelle ab
(AppConfig::pds_did(), did:web-Regel mit %3A-kodiertem Port). Der `iss`
des Access-Tokens baute die DID zuvor ohne Port-Kodierung zusammen —
also in einer Form, der kein did:web-Resolver folgen könnte.
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docs/ war leer. Jetzt drei Dateien, jede Behauptung am Code verifiziert:
* deployment.md — docker compose, Migrationsweg, vollständige Env-Referenz
mit den Fallstricken (P-256-taugliches PDS_JWT_SECRET, Pflicht-aber-tot
S3_BUCKET_APPVIEW), Release-Build, systemd-Units, Reverse-Proxy inkl. des
Hinweises, dass die AppView CORS Any liefert und der Proxy den Header
ersetzen statt ergänzen muss, Health-Checks und Cursor-Verhalten beim
Neustart.
* architecture.md — Crate-Verantwortlichkeiten, ASCII-Datenfluss, beide
DB-Schemata. Hält fest, was die Topologie erklärt: die eigene PDS speist
keinen Firehose, eigene Records erreichen die AppView nur über den
Best-Effort-Push.
* tauri-release.md — Signing-Keys, v2-Updater-Config, latest.json, Build pro
Plattform. Der _comment in tauri.conf.json war irreführend: active/dialog
sind v1-Reste, die der v2-Updater ignoriert; dass nichts passiert, liegt
daran, dass niemand check() aufruft und das Plugin nicht installiert ist.
README bekommt Phase 8, eine Doku-Übersicht, korrigierte Testanleitung
(src-tauri ist ein eigener Workspace und wird von cargo test --workspace
nicht erfasst) und einen Abschnitt "Bekannte Lücken" statt der bisher
lückenlosen Erfolgsmeldung.
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Bindet die neuen AppView-Endpoints an: sechs IPC-Commands
(fetch_notifications, notification_count, mark_notifications_seen,
fetch_followers, fetch_following, fetch_thread) plus profile_get_by_did,
dazu die TS-Gegenstücke.
* NotificationsView: Liste mit Icon/Text je Art, Avatar, Vorschau des
subject_text, Cursor-Pagination; Klick auf eine Zeile mit Subject öffnet
den Thread. Beim Öffnen wird mit dem indexed_at der obersten Zeile als
Wasserzeichen quittiert.
* NavRail: Eintrag mit Unread-Badge, gepollt im vorhandenen 5s-Timer und
über den bestehenden Teardown-Pfad abgeräumt; der Poll pausiert, solange
die Liste offen ist.
* ProfileView: Follower- und Following-Zahlen sind jetzt Buttons und öffnen
die jeweilige Liste inline.
Navigiert wird über die DID, nicht über den Handle: für Actors, die weder
profiles noch posts kennen, liefert die AppView einen abgeschnittenen
Platzhalter im handle-Feld ("did:plc:abcd…"), und ein Klick darauf landete
in einem synthetischen Leerprofil. Die echte DID steht im DTO und wird jetzt
explizit durchgereicht — keine Heuristik auf das Platzhalter-Format.
Dabei aufgefallen und mitgefixt: ProfileView lud nur in onMount, obwohl die
Komponente bei Profil-zu-Profil-Navigation gemountet bleibt — Posts und
Zahlen des vorherigen Nutzers wären unter dem neuen Namen stehengeblieben.
Jetzt ein auf (did, handle) gekeyter Effekt.
Das Thread-Overlay hing im else-Zweig der leeren Timeline und wäre aus dem
Notifications-View unsichtbar gewesen; es ist jetzt ein Snippet, das beide
Views rendern.
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sync_list_repos_includes_recent_user paginierte von vorn durch listRepos und
gab nach 50 Seiten à 50 Zeilen auf. Die repos-Tabelle der Dev-Instanz ist
inzwischen auf ~3800 Zeilen gewachsen, der frisch angelegte DID sortierte
dahinter — der Test war rot, obwohl der Endpoint korrekt antwortet
(manuell mit passendem Cursor verifiziert).
Der Cursor startet jetzt unmittelbar *vor* dem Ziel-DID. did_cursor_lt()
taugte dafür nicht: es dekrementiert das erste Byte und landet damit vor
jedem did:..., also wieder am Tabellenanfang.
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Fünf handle_sync-Tests schlugen fehl, sobald der Indexer parallel lief oder
die Datenbank schon andere handle-lose Posts enthielt: run_once() scannt
global, geordnet nach did und gedeckelt auf BATCH_SIZE, also landete der
frisch geseedete Test-DID schlicht nicht im Batch — die Assertions über
report.resolved sagten dann etwas über fremde Zeilen aus.
run_once() ist jetzt select_candidates() + resolve_batch(dids); das
Verhalten in Produktion ist unverändert. Die Dispatch-Tests treiben
resolve_batch mit ihrem eigenen DID, der Batch-Limit-Test prüft den Deckel
dort, wo er sitzt (im SELECT), statt ihn aus einem globalen Report
abzuleiten.
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Bisher erfuhr ein Nutzer nie, dass jemand anderes mit ihm interagiert hat:
Like, Repost, Follow und Reply hinterließen keine Spur, an der der Client
hätte pollen können. Der Tray-/Notification-Pfad im Desktop-Client (Phase 7)
hing damit in der Luft.
Migration 0008:
* notifications(recipient, author, kind, subject_uri, created_at,
indexed_at, read_at) mit Keyset-Index (recipient, indexed_at DESC, id DESC)
und Partial-Index auf ungelesene Zeilen für den Badge-Poll.
* Dedupe-Unique-Index über COALESCE(subject_uri, '') — plain NULLs
kollidieren nicht, sonst gäbe es pro Follow beliebig viele Zeilen.
Folge: Unlike-Relike erzeugt keine zweite Notification, Toggle-Spam ist
damit ausgeschlossen.
* Bewusst kein CHECK (recipient <> author): ein Ausrutscher dort würde die
umgebende Like-Transaktion abbrechen, also das Like wegen eines
Notification-Bugs verlieren. Gefiltert wird in Rust und im INSERT.
Indexer: record_notification() hängt an upsert_like/-repost (in derselben
Transaktion wie die Counter) sowie upsert_follow/-post. Selbst-Interaktionen
sind still. Empfänger muss uns bekannt sein (profiles- oder posts-Zeile),
sonst würden wir für den gesamten öffentlichen Firehose Zeilen anlegen —
als ein INSERT ... SELECT ... WHERE EXISTS, also ohne TOCTOU-Fenster.
Reply-Notifications tragen die URI der *Antwort* als subject_uri, weil die
Liste den Text zeigt, den der Empfänger noch nicht kennt.
Endpoints: GET /api/notifications, /api/notifications/count,
POST /api/notifications/seen (seenAt als Wasserzeichen),
GET /api/followers, /api/following, GET /api/thread (beide Schreibweisen).
Cursor-Codec, Limit-Clamping und Fehlerform sind die der bestehenden
Endpoints.
/api/post/*uri bleibt wire-kompatibel und teilt sich jetzt
load_thread_context() mit /api/thread — mit max_parents = 1, weil es nur
den direkten Parent serialisiert; die volle Ahnenkette wären bis zu 20
sequenzielle Queries für Zeilen, die danach verworfen werden.
Nebenbei ein Darstellungsfehler: der synthetische Platzhalter-Handle für
Actors ohne bekannten Handle trug ein führendes '@', während jeder Consumer
selbst '@{handle}' rendert — im Feed kam '@@did:plc:abcd…' heraus. Der
Platzhalter ist jetzt durchgängig sigil-frei.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_013HC9HLrUU1LNwkzp8nkDLX
Der Store war ein Platzhalter aus vier unimplemented!() — jeder Codepfad,
der ihn statt S3BlobStore benutzt hätte, wäre gepaniced.
Backing store ist eine RwLock<HashMap<key, (Bytes, mime)>>, damit der Typ
Send + Sync bleibt und hinter Arc<dyn BlobStore> funktioniert. put()
berechnet die CID identisch zu s3.rs (sha256 → cid_for_raw(0x55, hash)),
get() liefert None statt Fehler, delete() ist idempotent, public_url()
zeigt auf die vorhandene PDS-Route /blob/:cid.
5 Tests: Roundtrip, fehlender Key, delete-dann-get, delete auf Unbekanntes,
gleiche Bytes → gleiche CID.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_013HC9HLrUU1LNwkzp8nkDLX
`cp .env.example .env && cargo run` — der im README dokumentierte Ablauf —
schlug bisher mit `missing env: PDS_HOST` fehl: nichts im Prozess hat die
Datei je gelesen. Beide Bins rufen jetzt als erstes `dotenvy::dotenv()` auf;
echte Umgebungsvariablen gewinnen weiterhin.
Dazu .env.example am Code verifiziert:
* PDS_JWT_SECRET war weder Hex noch ein gültiger P-256-Skalar. jwt_issuer.rs
macht hex::decode + p256::SecretKey::from_bytes; ein ungültiger Wert lässt
den Server starten, aber jeder Pfad über server_p256_public_multibase
antwortet 500 — also nicht nur create/refreshSession, sondern auch jeder
Record-Write (repo.rs, feed.rs, blob.rs, profile.rs).
* JETSTREAM_COLLECTIONS fehlten app.twi.post (das eigene 160-Zeichen-Lexicon)
und app.bsky.actor.profile, obwohl der Indexer beide verarbeitet.
* APP_ENV entfernt — wird nirgends gelesen.
* PDS_INTERNAL_URL, APPVIEW_INTERNAL_URL, APPVIEW_HANDLE_SYNC_INTERVAL_SECS
und die MAARCADETWEET_*-Overrides des Clients ergänzt.
* S3_BUCKET_APPVIEW als das markiert, was es ist: Pflichtvariable ohne Leser.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_013HC9HLrUU1LNwkzp8nkDLX
Beide Jobs laufen `npm ci` (es gibt eine `package-lock.json`) und danach den
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