Die Instanz soll öffentlich erreichbar werden. createAccount hatte bis
jetzt keinerlei Schranke: kein Code, kein Rate-Limit, describeServer
meldete invite_code_required hartkodiert false. Jeder hätte beliebig viele
Konten anlegen können, jedes mit eigenem Repo, Blöcken und
Firehose-Events.
Zwei Tabellen: invite_codes trägt Zähler und Sperre, invite_code_uses
protokolliert, welcher DID welchen Code eingelöst hat — ein Code kann
mehrere Konten wert sein, also ist "wer hat ihn benutzt" eine Menge. Die
DID hat bewusst keinen Fremdschlüssel: das Protokoll soll das Konto
überleben.
Der Kern ist das Einlösen ohne Rennen. Geprüft wird nicht vorher, sondern
im Schreiben selbst:
UPDATE invite_codes SET used_count = used_count + 1
WHERE code = $1 AND NOT disabled AND used_count < max_uses
RETURNING used_count, max_uses
Der Verlierer zweier gleichzeitiger Registrierungen blockiert auf der
Zeilensperre, liest danach die committete Zeile neu, wertet die
WHERE-Klausel erneut aus, trifft nichts und bekommt 400. Ein
Lesen-dann-Schreiben hätte beide durchgelassen — ich habe genau das
probeweise eingebaut, woraufhin die Nebenläufigkeitstests umfielen
("a one-use code let 5 concurrent registrations through").
Das Einlösen ist die erste Anweisung in der bestehenden Transaktion von
create_account: die Zeilensperre hält über die Konto-Inserts, und ein
Rollback gibt den Code wieder frei. Wer ein Handle-Rennen verliert,
verliert nicht auch noch seine Einladung.
Alle Fehlerfälle — fehlend, leer, unbekannt, gesperrt, aufgebraucht —
liefern dieselbe Meldung, damit der unauthentifizierte Endpoint kein
Orakel zum Abtasten des Code-Raums wird.
Codes erzeugt das Binary selbst, statt dafür einen Endpoint zu öffnen:
`pds-server invite create --count 5 --uses 1`, dazu list und disable.
PDS_INVITE_REQUIRED steht auf false per Default — sonst brechen die
Integrationstests und jede Dev-Instanz. Der Server warnt beim Start
deutlich, solange es aus ist, und describeServer meldet jetzt den
tatsächlichen Wert.
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Der Consumer verband sich auf die nackte URL und schickte danach
`{"type":"options","wantedCollections":[…]}` als Textframe. Jetstream
ignoriert das, und zwar stillschweigend: Filter sind Query-Parameter, und
der einzige nachrichtenbasierte Weg (`options_update`) verlangt, dass die
Verbindung mit `requireHello=true` geöffnet wurde.
Jede Instanz, die glaubte, sechs Collections zu abonnieren, hat also den
kompletten öffentlichen Firehose gezogen. Gemessen gegen
jetstream1.us-east: 3119 Events in 8 s ungefiltert, 520 für eine einzelne
Collection, 12 für die beiden, die dieses Projekt wirklich braucht.
Konkrete Folgen: die Dev-Datenbank ist unbemerkt auf 3,3 Mio. Posts
gewachsen, und auf der Produktionsinstanz musste die AppView abgeschaltet
und aus dem Autostart genommen werden, weil sie die Platte vollzuschreiben
drohte — dort stand `JETSTREAM_COLLECTIONS=app.twi.post` korrekt in der
.env und wurde einfach nicht beachtet.
Was der Fix NICHT löst, und das steht auch so im Code: die Collections, die
ein Bluesky-artiges Produkt normalerweise will (post/like/repost/follow),
sind ~97 % des Volumens. Richtig zu filtern ist notwendig, nicht
hinreichend.
Nebenbei: upload_blob_rejects_oversized fiel etwa jeden dritten Lauf um. Der
Server bricht die Verbindung ab, sobald das Body-Limit reißt, also sieht der
Client je nach Timing die 413 oder einen Reset beim Schreiben. Beides
beweist, dass der Upload abgelehnt wurde; der Test akzeptiert jetzt beides.
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Ein DAG-CBOR-Link ist tag(42) um einen Bytestring aus `0x00 || <CID>`. Der
CAR-Header taggte bisher die nackte CID ohne das 0x00 — keine
spec-konforme CAR-Bibliothek kann dem folgen: sie liest das erste Byte als
CID-Version und gibt auf. Betroffen war jede Antwort von getRepo,
getBlocks und getRecord.
Der Header ist nicht content-adressiert — nichts hasht ihn, keine CID hängt
an seinen Bytes. Die Korrektur ändert also ausschließlich, was über die
Leitung geht, und keinen einzigen Identifier. Deshalb ist sie hier gemacht
und nicht auf eine große Migration vertagt.
decode_header akzeptiert weiterhin beide Schreibweisen, damit ein
gespeicherter Repo-Export aus einem älteren Build lesbar bleibt. Das ist
eindeutig und kein Raten: eine echte CID beginnt nie mit 0x00, da steht das
Versions-Varint und Version 0 gibt es nicht.
Nebenbei: sync_list_repos_keyset_pagination lief von ganz vorn durch die
repos-Tabelle (inzwischen 4900 Zeilen) und riss bei zwei Zeilen pro Seite
den eigenen Iterationsdeckel — rot wegen Tabellengröße, nicht wegen
Paginierung. Der Test prüft jetzt die Invarianten, um die es geht:
Erreichbarkeit jedes DIDs über einen unmittelbar davor gesetzten Cursor,
streng aufsteigende Reihenfolge, keine Dubletten, und der zurückgegebene
Cursor ist der letzte DID der Seite.
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Bisher erreichten eigene Records die AppView nur über den Best-Effort-Push
/internal/ingest-commit. Ging der verloren (AppView kurz weg, Netzwerk-
fehler), war der Post dauerhaft weg: der öffentliche Jetstream kennt diese
PDS nicht, es gab also keinen zweiten Weg.
Jeder Commit schreibt sein Event in derselben Transaktion nach
firehose_events. Damit kann es keinen Commit ohne Event geben — und keine
Sequenz ohne Commit.
Die seq muss lückenfrei sein, sonst ist sie als Cursor wertlos: BIGSERIAL
vergibt Nummern bei INSERT, nicht bei COMMIT, also können zwei Schreiber 5
und 6 ziehen und in umgekehrter Reihenfolge sichtbar werden — ein Leser
dazwischen sieht 6, merkt sich das und erfährt von 5 nie. Ein globaler
pg_advisory_xact_lock unmittelbar vor dem INSERT erzwingt Commit-Reihenfolge
== seq-Reihenfolge. Er wird nach dem per-Repo-FOR-UPDATE genommen, überall in
derselben Reihenfolge, also ohne Deadlock-Risiko. Preis: das Ende jeder
schreibenden Transaktion ist global serialisiert; das steht im Modulkopf.
Der WebSocket-Handler abonniert den Broadcast, *bevor* er die Datenbank
liest, und filtert Live-Events auf seq > Wasserstand. Aus einem Rennen wird
so eine Dublette, die sich filtern lässt, statt einer Lücke, die es nicht
gibt. Ein zu langsamer Consumer bekommt #info/OutdatedCursor und fällt auf
den DB-Replay zurück, statt getrennt zu werden — die Events sind durabel,
also ist der Rückfall verlustfrei.
Frame-Hülle ist konformes DAG-CBOR mit Tag-42-Links (neues Modul dag_cbor,
aus car.rs herausgezogen statt dupliziert). Die Blöcke darin behalten die
Konvention dieses Repos: CIDs als Strings. Ein fremder Consumer liest die
Frames, scheitert aber an den Blockinhalten — das zu ändern hieße, jede CID
im System zu ändern, inklusive der did:plc-Ableitung. Steht so im Modulkopf.
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Die AppView soll die Access-Tokens der PDS prüfen können, ohne dass
PDS_JWT_SECRET den PDS-Prozess verlässt. Verifiziert wird ES256 mit dem
*öffentlichen* Teil des P-256-Schlüssels — den veröffentlicht die PDS
jetzt als verificationMethod (Multikey) in ihrem DID-Dokument.
Damit fällt auch die hartkodierte Service-DID: describeServer gab stur
did:web:pds.maarcadetweet.local zurück, unabhängig von PDS_PUBLIC_URL.
Beide Endpoints leiten sie jetzt aus einer Quelle ab
(AppConfig::pds_did(), did:web-Regel mit %3A-kodiertem Port). Der `iss`
des Access-Tokens baute die DID zuvor ohne Port-Kodierung zusammen —
also in einer Form, der kein did:web-Resolver folgen könnte.
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sync_list_repos_includes_recent_user paginierte von vorn durch listRepos und
gab nach 50 Seiten à 50 Zeilen auf. Die repos-Tabelle der Dev-Instanz ist
inzwischen auf ~3800 Zeilen gewachsen, der frisch angelegte DID sortierte
dahinter — der Test war rot, obwohl der Endpoint korrekt antwortet
(manuell mit passendem Cursor verifiziert).
Der Cursor startet jetzt unmittelbar *vor* dem Ziel-DID. did_cursor_lt()
taugte dafür nicht: es dekrementiert das erste Byte und landet damit vor
jedem did:..., also wieder am Tabellenanfang.
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- fetchBlob cache keyed by (did, cid), not just cid.
Security: future per-DID access control on getBlob would
otherwise leak the first responder's bytes to subsequent
viewers.
- EmbedImage: pass did to releaseBlob, release previous cid
on cid change (no leaked URLs).
- ComposeBox: releaseBlob called with both did and cid.
- pds-server: rename test
get_blob_after_upload_with_different_did ->
get_blob_returns_404_for_cross_did_cid_lookup. The
docstring was misleading — the test only verifies the
(did,cid) PK on the PDS row, not auth. The renamed name
matches what the test actually checks.
- vitest: update releaseBlob call sites to the new
(did, cid) signature.