Die AppView hatte keinerlei Authentifizierung: jeder konnte
/api/notifications?did=<beliebig> lesen und per /seen als gelesen
markieren. Mit Phase 8 sind das die ersten privaten Daten im System.
Das Access-JWT der PDS trug von Anfang an sub, scope
"com.atproto.access" und aud "did:web:appview…" — es war für die
AppView ausgestellt, nur hat sie es nie geprüft. Neu ist deshalb vor
allem die Schlüsselbeschaffung: auth.rs holt das DID-Dokument der PDS
(PDS_INTERNAL_URL, sonst PDS_PUBLIC_URL), cached den Schlüssel und lädt
ihn bei einem Verifikationsfehler nach — höchstens einmal pro Minute,
damit Müll-Tokens kein Werkzeug werden, die PDS zu fluten. Ein
Schlüsselwechsel braucht damit keinen Neustart.
Ist die PDS beim Start weg, warnt die AppView nur und startet trotzdem
(sie indiziert den Firehose, der von der lokalen PDS unabhängig ist).
Ist der Schlüssel beim Prüfen eines Tokens nicht zu beschaffen, gibt es
503 — fail closed.
Geschützt: /api/timeline/home und die drei Notification-Endpoints, jeweils
mit sub == did. Öffentlich bleiben Profile, Suche, Posts, Threads und die
Follower-Listen; das sind in AT Proto öffentliche Records.
401 AuthMissing / 401 TokenInvalid / 403 Forbidden / 503 AuthUnavailable.
TokenInvalid ist ein Vertrag mit dem Client: daran erkennt er, dass er
sein Token erneuern und einmal wiederholen muss.
Dazu CORS: statt Any für alles jetzt eine Allowlist über
APPVIEW_CORS_ORIGINS (unset = altes Verhalten plus Warnung), und
/internal/ingest-commit liegt außerhalb der CORS-Schicht — die Route
wird server-zu-server aufgerufen, ein Allow-Origin darauf würde nur
einer Webseite helfen, in den Index zu schreiben.
APPVIEW_AUTH_REQUIRED=false stellt das alte Verhalten her (VPN-Instanz,
fail-open-Tests) und warnt beim Start in Großbuchstaben.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_013HC9HLrUU1LNwkzp8nkDLX
`cp .env.example .env && cargo run` — der im README dokumentierte Ablauf —
schlug bisher mit `missing env: PDS_HOST` fehl: nichts im Prozess hat die
Datei je gelesen. Beide Bins rufen jetzt als erstes `dotenvy::dotenv()` auf;
echte Umgebungsvariablen gewinnen weiterhin.
Dazu .env.example am Code verifiziert:
* PDS_JWT_SECRET war weder Hex noch ein gültiger P-256-Skalar. jwt_issuer.rs
macht hex::decode + p256::SecretKey::from_bytes; ein ungültiger Wert lässt
den Server starten, aber jeder Pfad über server_p256_public_multibase
antwortet 500 — also nicht nur create/refreshSession, sondern auch jeder
Record-Write (repo.rs, feed.rs, blob.rs, profile.rs).
* JETSTREAM_COLLECTIONS fehlten app.twi.post (das eigene 160-Zeichen-Lexicon)
und app.bsky.actor.profile, obwohl der Indexer beide verarbeitet.
* APP_ENV entfernt — wird nirgends gelesen.
* PDS_INTERNAL_URL, APPVIEW_INTERNAL_URL, APPVIEW_HANDLE_SYNC_INTERVAL_SECS
und die MAARCADETWEET_*-Overrides des Clients ergänzt.
* S3_BUCKET_APPVIEW als das markiert, was es ist: Pflichtvariable ohne Leser.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_013HC9HLrUU1LNwkzp8nkDLX