`verify_jwt` setzt `validate_aud = false` — es kann den Aufrufer nicht
kennen. Also blieb `aud` bisher ungeprüft, obwohl die PDS es setzt.
Was die Prüfung bringt: die PDS signiert Tokens für *ihre* AppView.
Ohne Audience-Check wäre ein Token, das an einen anderen Dienst mit
derselben PDS-Vertrauensbeziehung geht, hier wiederverwendbar — und
umgekehrt. Es ist der Unterschied zwischen "die PDS bürgt für diesen
Nutzer" und "die PDS bürgt für diesen Nutzer *im Gespräch mit uns*".
Dafür musste der Wert erst einmal etwas sein, das beide Seiten
berechnen können: die PDS setzte ihn hart auf
did:web:appview.maarcadetweet.local. Jetzt leiten ihn beide über
AppConfig::appview_did() aus APPVIEW_PUBLIC_URL ab — dieselbe
did:web-Regel wie schon für pds_did().
Ein Mismatch ist TokenInvalid, nicht Forbidden: das ist der Code, auf
den der Client seine Token-Erneuerung stützt. Eine Instanz, die ihre
APPVIEW_PUBLIC_URL ändert, heilt sich damit beim nächsten Refresh
selbst, statt jeden angemeldeten Nutzer auszusperren.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_013HC9HLrUU1LNwkzp8nkDLX
Die AppView soll die Access-Tokens der PDS prüfen können, ohne dass
PDS_JWT_SECRET den PDS-Prozess verlässt. Verifiziert wird ES256 mit dem
*öffentlichen* Teil des P-256-Schlüssels — den veröffentlicht die PDS
jetzt als verificationMethod (Multikey) in ihrem DID-Dokument.
Damit fällt auch die hartkodierte Service-DID: describeServer gab stur
did:web:pds.maarcadetweet.local zurück, unabhängig von PDS_PUBLIC_URL.
Beide Endpoints leiten sie jetzt aus einer Quelle ab
(AppConfig::pds_did(), did:web-Regel mit %3A-kodiertem Port). Der `iss`
des Access-Tokens baute die DID zuvor ohne Port-Kodierung zusammen —
also in einer Form, der kein did:web-Resolver folgen könnte.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_013HC9HLrUU1LNwkzp8nkDLX